Bei Heidelberg Materials ist 3D-Betondruck bereits Teil der Nachhaltigkeitsstrategie. Er bietet viele Vorteile und Möglichkeiten für den Bau der Zukunft: Digitalisierung und Automatisierung können den Materialverbrauch reduzieren, die Prozesseffizienz steigern und die Arbeitssicherheit verbessern. Zudem ermöglicht der 3D-Betondruck eine größere Gestaltungsfreiheit für Planer und Architekten.
3D-Druck mit Beton: So funktioniert’s
Beim 3D-Druck mit Beton wird der Baustoff Lage für Lage mit einem Betondrucker aufgetragen. Der modulare 3D-Baudrucker bewegt sich dabei auf einem fest installierten Metallrahmen in allen drei Raumachsen oder alternativ per Roboterarm. Dadurch kann der Drucker jede Position innerhalb der Konstruktion bzw. des sogenannten Druckraums erreichen, ohne dass er dafür händisch umgesetzt und neu kalibriert werden muss.
Dank BIM (Building Information Modeling) entsteht so aus einem digitalen Modell direkt ein fertiges Gebäude. Während des Druckvorgangs berücksichtigt das „Druckteam“ zudem auch die später zu verlegenden Leitungen und Anschlüsse für z.B. Wasser oder Strom.
Als automatisiertes und additives Fertigungsverfahren wird die 3D-Drucktechnologie in Deutschland hauptsächlich für folgende Bauvorhaben eingesetzt:
- Einstöckige oder Mehrstöckige Gebäude
- Tragende und nicht tragende vorgefertigte Elemente (z. B. Elementwände, Tiny Houses, Bushaltestellen, Bänke, Vasen, Dekorplatten usw.)
Ihre Vorteile mit unserem 3D-Druck Material
Unser High-Tech Material evoBuild® 3D-Druck kam bereits 2020 beim Druck der ersten Wohnhäuser in Deutschland – beim 3D-Einfamilienhaus in Beckum und beim 3D-Mehrfamilienhaus in Wallenhausen – zum Einsatz. Seitdem haben wir weitere Objekte beliefert, den innovativen Baustoff immer weiterentwickelt und dessen CO2-Fußabdruck weiter reduziert.

100 % recyclebar
Unser 3D-Druckbeton ist ein Hightech-Baustoff, der als mineralisches Material zu 100 % recyclebar ist.
Eigenschaften unseres 3D-Druck Materials evoBuild® 3D-Druck
| Maximal Korngröße: | Variante Größtkorn 4mm |
| Verarbeitungszeit: | 20 min bei 10-30 °C |
| Druckgeschwindigkeit: | ca. 15-25 cm/s |
| Layertime: | 3-15 min |
| Druckfestigkeit 1 Tag: | > 10 MPa |
| Druckfestigkeit 28 Tage: | > 50 MPa |
| Kompatibilität: | Vielseitig mit verschiedenen Drucksystemen anwendbar |
Projekte mit 3D-Druck realisieren?
Profitieren Sie von schneller, flexibler Fachberatung – passgenau für Ihr Bauvorhaben. Unsere Expertinnen und Experten unterstützen Sie gerne bei Ihren Fragen, wie Sie Ihr Bauprojekt mit 3D-Druck nachhaltiger realisieren können.
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3D drucken lassen: Beispiel eines Ablaufprozesses
- Materialversand: Wir liefern unser Material wahlweise per LKW, BigBags oder Sackware.
- Mischen: Unter dem Silo gibt es eine Mischer-Pumpeneinheit. Hier wird unser Produkt für wenige Sekunden mit Wasser gemischt und danach weitergepumpt. In unserem technischen Datenblatt finden Sie den empfohlenen Wassergehalt.
- Pumpen: Mithilfe einer Schneckenmantelpumpe wird das Material durch einen Schlauch befördert.
- Transport/Förderung: Ein Schlauch, typischerweise 5–40 m lang (Durchmesser 25–50 mm), transportiert das Material zum Druckkopf.
- Drucken: Der Mörtel wird entlang eines vordefinierten Druckpfads gedruckt. Es können verschiedene Druckertypen eingesetzt werden (z.B. Roboterarme, Portalsysteme und weitere).
3D-Druckbeton aus dem Fahrmischer
Unser 3D-Druckbeton ist auch als normgerechter Transportbeton aus dem Fahrmischer erhältlich*. Nutzen Sie die Vorteile lokaler Rohstoffe, kurzer Lieferwege und herausragender Verarbeitungsqualität.
Die leichte Pumpbarkeit, hohe Grünstandsfestigkeit und der gleichmäßige Seitenschluss ermöglichen präzise und effiziente Bauprojekte. 3D-Druckbeton ermöglicht den schnellen und kosteneffizienten Bau von Gebäuden, tragenden und nicht tragenden vorgefertigten Elementen.
Durch die Lieferung per Fahrmischer können Bauprojekte direkt vor Ort jetzt noch effizienter mit unserem 3D-Druckbeton realisiert werden.
* nach vorheriger Absprache und Planung
Referenzobjekte mit 3D-Druck
Auszeichnung mit dem German Innovation Award
Das erste Wohnhaus aus dem 3D-Betondrucker in Deutschland wurde durch den Rat für Formgebung mit dem German Innovation Award ausgezeichnet.








