Planung landwirtschaftlicher Baumaßnahmen
Das landwirtschaftliche Bauen umfasst die Errichtung aller Bauwerke und Anlagen, die für die landwirtschaftliche Produktion und den Betrieb eines Hofes notwendig sind: Hierzu zählen unter anderem der Bau von Biogasanlagen, Gärfutter- und Fahrsilos, Mehrzweckhallen, Silos zur Dung- und Güllelagerung, Ställen, Hoftankstellen sowie der ländliche Wegebau.
Da Jauche, Gülle und Silagesickersäfte (JGS) als wassergefährdend eingestuft und Bauwerke aggressiven chemischen Stoffen wie Laugen und Säuren ausgesetzt sind, müssen
- JGS- und Biogasanlagen dicht und standsicher gebaut sein,
- die Baumaterialien chemischen Einflüssen standhalten.
Je nach Anwendung müssen die verwendeten Baustoffe verschiedene Anforderungen erfüllen, und es gelten die entsprechenden Normen, Regelwerke und Hinweise.
Heidelberg Materials ist Ihr Partner, der Ihnen mit Fachkompetenz und Know-how die passenden Baustoffe, Dienstleistungen und Beratung liefern kann und als Problemlöser zur Seite steht.
Baustoffe für Biogasanlagen
In Biogasanlagen wird aus Gülle, Mais, Fest mist, Stroh, Rübenblatt, Gemüseabfällen oder Grüngut und Reststoffen der Lebensmittelindustrie (wie z. B. Fette, Biertreber, Trester, Melasse, Bioabfall aus der Kommunalentsorgung) Biogas produziert. Durch anschließende Verbrennung wird Wärme und Strom erzeugt.
Biogasanlagen sind besonderen Beanspruchungen ausgesetzt. Der im Gasraum von Biogasfermentern entstehende Schwefelwasserstoff wird mit der Zeit in Säuren umgewandelt, die den Beton chemisch angreifen. Um dieser Schwefelsäurekorrosion entgegenzuwirken, werden die Oberflächen zusätzlich beschichtet.
Zudem erfordert der Bau des Betontragwerks einen besonders hochwertigen Beton der Expositionsklasse XA3. Heidelberg Materials liefert neben dem Beton auch die zugehörigen Körnungen.
Baustoffe für Gärfutter- und Fahrsilos
In Fahrsilos wird aus Grünpflanzen durch Milchsäuregärung Gärfutter (Silage) beziehungsweise Gärsubstrat hergestellt und gelagert. Die Silos werden bei der Beschickung und Entnahme der Silage durch Schlepper oder Radlader befahren.
Daraus ergeben sich folgende Beanspruchungen an den Beton:
- Chemischer Angriff durch Silagesickersäfte
- Mechanische Beanspruchung durch
- Schlepper und Schneidgerät
- Physikalischer Angriff durch Frost
Baustoffe für Lagerungsanlagen von Dung und Gülle
Dung und Gülle werden sowohl in offenen Systemen, etwa auf Festmistplatten, als auch in geschlossenen Systemen unterschiedlichster Bauart gelagert, darunter Güllekanäle, Güllekeller oder -hochbehälter.
Die für den Bau solcher Anlagen vorgesehenen Körnungen und Betone von Heidelberg Materials weisen einen hohen Wassereindringwiderstand auf und sind robust gegenüber aggressiven Stoffen und Frost-Tausalz-Angriffen. Durch die Standsicherheit, Korrosionsbeständigkeit und hohe Dichtigkeit eignen sich die Anlagen besonders für die Lagerung wassergefährdender Stoffe.
Baustoffe für den Stallbau
Die Körnungen und der Beton von Heidelberg Materials erfüllen alle Anforderungen, die für den Stallbau nötig sind – unabhängig davon, ob die Anlage der Rinder-, Schweine-, Geflügel- oder Pferdehaltung dient.
Aufgrund seiner Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Wärmespeicherfähigkeit ist der Beton prädestiniert für den Bau von Bodenplatte, Außen- und Innenwand, Liegebox, Lauffläche, Entmistungsbahn, Futtertisch und Desinfektionswanne.
Im Stallbau ist die Wärmespeicherfähigkeit des Betons besonders hervorzuheben. Die Betonbauteile nehmen an heißen Sommertagen Wärme aus der Raumluft auf, um diese abends an die kühlere Nachtluft wieder abzugeben. Im Winter sorgt die Wärmespeicherfähigkeit des Betons dafür, dass die Stalllufttemperatur nachts nicht zu sehr absinkt, da die Tiere in der kalten Jahreszeit weniger Wärme abgeben.
Baustofflösungen für Hoftankstellen
Hoftankstellen sind nur für den Eigenverbrauch und zur Betankung der betriebseigenen Fahrzeuge. Da dort auch schwere Ernte- und Landmaschinen betankt werden, muss der Untergrund rund um die Tankstelle stabil gebaut sein.
Daraus ergeben sich folgende Beanspruchungen an den Beton:
- Statische und dynamische Beanspruchung durch Befahrung
- Chemischer Angriff durch Biodiesel
- Physikalische Beanspruchung durch Frost-Tausalz-Beaufschlagung
Für Abfüllplätze von Hoftankstellen ist ein FD-(flüssigkeitsdicht) bzw. FDE-Beton (flüssigkeitsdicht mit Eindringprüfung) vorgeschrieben, der die Anforderungen an die Dichtheit gegenüber Treibstoffen nachweislich erfüllt.
Baustoffe für den ländlichen Wegebau
Mit Beton befestigte Wege haben folgende Vorteile:
- Sie sind gegen Verschmutzungen, mechanische Einwirkungen sowie gegen Wasser und Frost unempfindlich.
- Es entstehen keine Spurrinnen oder Verdrückungen durch landwirtschaftliche Geräte.
- Betondecken sind weniger reparaturanfällig als Asphaltdecken und haben eine besonders lange Lebensdauer.
- Es fallen kaum Kosten für Unterhalt und Instandhaltung an.
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