Estrich, Mörtel und Estrichmörtel sind klar zu unterscheiden. Mörtel und Estrich basieren auf Sand, Wasser und Bindemitteln wie Zement oder Kalk – entscheidend ist die Gesteinskörnung. Mörtel enthält feine Körnungen und wird in dünnen Schichten eingesetzt, etwa als Mauermörtel oder Putz. Die Mörtelarten sind in der DIN EN 998-2 festgelegt und entsprechend der Druckfestigkeit und Wasserbeständigkeit in verschiedene Mörtelgruppen eingeteilt.
Nach DIN 18560 „Estriche im Bauwesen“ ist Estrich ein Bauteil, das auf einem tragenden Untergrund oder auf einer Trenn- bzw. Dämmschicht eingebaut wird und entweder direkt als Boden genutzt werden kann oder mit einem Bodenbelag versehen wird. Estriche dienen dem Ausgleich von Unebenheiten im Rohbau und übernehmen je nach Ausführung zusätzlich Funktionen wie Feuchte-, Wärme- und Schallschutz. Die DIN 18560 unterscheidet Estriche sowohl nach ihrem konstruktiven Aufbau als auch nach der Art des verwendeten Bindemittels.
Sand für Mörtel: 0/2 mm
Zur Herstellung von Mörtel sind feine Sande nötig. Unsere Sande bestehen überwiegend aus Quarz oder Granit. Die Eigenschaften und Anforderungen für Mörtelsand sind in der Norm DIN EN 13139 festgelegt.
Sande und Kiese für Estrichmörtel: 0/2 mm, 2/8 mm
Betonsande sind wie Betonkiese nach DIN EN 12620 geprüft und für die Produktion von Estrichmörtel geeignet (s. Hinweise unten). Manche Estriche werden direkt an der Baustelle gemischt und haben eine überwiegend erdfeuchte Konsistenz.
Hinweis: Da Sand und Kies natürliche Rohstoffe sind, können Schwankungen der Sieblinie nicht ausgeschlossen werden. Eine Sieblinie ist daher als Orientierung zu sehen und keine vertraglich zugesicherte Eigenschaft bzw. Vertragsgrundlage. Schwankungen innerhalb der Sieblinie sind daher kein berechtigter Reklamationsgrund.
Sand-Kies-Mischungen für Estrichleger: 0/8 mm
Typisch für unsere Sand-Kies-Mischungen für den Estrich ist eine stetige Korngrößenabstufung.
Hinweise:
- Mischungsverhältnis und Sieblinie können beim jeweiligen Standort in Erfahrung gebracht werden. Bitte kontaktieren Sie hierzu den entsprechenden Vertriebsmitarbeiter.
- Unsere hier aufgeführten Sande, Kiese und Estrich-Sand-Kies-Mischungen sind für die Produktion eines Estrichmörtels grundsätzlich geeignet. Das entbindet den Estrichmörtel-Produzenten – oder Estrichleger, wenn der Estrich auf der Baustelle gemischt wird – nicht von der Notwendigkeit einer eigenen Qualitätsüberwachung und Produktionskontrolle. Im Vorfeld jeder Baumaßnahme empfehlen wir daher jedem Estrich-Produzenten dringend eine aktuelle Eignungsprüfung des Estrichmörtels mit den entsprechenden Materialien (Bindemittel, Gesteinskörnungen, eventuell Zusatzmittel, etc.) durchzuführen.