Luftaufnahme eines Kiesabbaubetriebs mit Förderanlagen und einem angrenzenden See in einer ländlichen Umgebung.

Erstes Kieswerk mit vollständig erneuerbarer Energieversorgung

Elektrische Radlader ermöglichen nahezu vollständige CO2-Reduzierung im Produktionsprozess

  • Standort Zurow erstes nahezu CO2-neutrales Kieswerk von Heidelberg Materials Mineralik in Deutschland
  • Ökostrom sichert durchgehende Versorgung - Schwimmende PV-Anlage wird Energiekonzept am Standort ergänzen
  • Elektrische Radlader eliminieren letzte wesentliche CO2-Quelle

Heidelberg Materials Mineralik hat am Standort Zurow in Mecklenburg-Vorpommern seinen Produktionsprozess vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. Möglich wird dies durch den vollständigen Bezug regenerativ erzeugten Stroms sowie den Einsatz von zwei neuen vollelektrischen Radladern. Mit der Elektrifizierung der mobilen Baumaschinen schließt das Werk eine der letzten wesentlichen CO2-Emissionsquellen seines Produktionsprozesses. Ergänzt wird das Energiekonzept am Standort perspektivisch durch eine bereits installierte, schwimmende Photovoltaikanlage.

Damit basiert die Energieversorgung bereits heute vollständig auf erneuerbaren Quellen – bislang jedoch über extern bezogenen Strom. Zugleich schafft der Standort die Voraussetzungen, einen wachsenden Anteil künftig auch selbst zu erzeugen. Die schwimmende Photovoltaikanlage mit 2,6 MWp auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar wurde auf einem durch den Abbau entstandenen See installiert und kommt ohne zusätzliche Flächennutzung aus. 

Zwei vollelektrische Radlader für das Werk Zurow 

Bislang blieb bei den Bestrebungen für einen nachhaltigen Betrieb ein Bereich unberücksichtigt: die ausschließlich dieselbetriebenen Radlader. „Für die Produktion im Werk Zurow wollten wir bewusst neue Wege gehen. In Abstimmung mit der Firma LiuGong wurde bereits vergangenes Jahr ein Praxistest organisiert“, erklärt Alexander Lücke, Leiter Produktion & Technik Nord, Heidelberg Materials Mineralik. Der vollelektrische Radlader des Typs LiuGong 870HE zeigte dabei vielversprechendes Potenzial für den Einsatz in der Verladung im Kieswerk. Die 24,6 Tonnen schwere Maschine mit einer Batteriekapazität von 423 kWh und zwei Elektromotoren à 160 kW überzeugte insbesondere in typischen Ladezyklen. Komfort, Sichtverhältnisse und Geräuschpegel wurden von den Maschinenführern ebenfalls positiv bewertet. 

Daher „kommen aktuell für den durchgängigen Betrieb zwei Maschinen zum Einsatz. Als Grundlage wurde eine Ladeinfrastruktur mit 150 kW Ladeleistung installiert“, so Lennart Wentker, Leiter Produktion und Technik, Heidelberg Materials Mineralik. In der Praxis zeigt sich: Die elektrischen Radlader zeigen in Leistung und Bedienung ein Niveau vergleichbar mit konventionellen 23-Tonnen-Dieselmaschinen und erreichen eine ähnliche Umschlagleistung je Stunde - bis zu 2.500 Tonnen Sand und Kies werden am Standort täglich verladen. Auch wirtschaftliche Aspekte gewinnen an Bedeutung, denn angesichts steigender Energiekosten wird die Eigenversorgung mit Strom zunehmend relevanter.

Letzter Baustein: Elektrische Radlader

Die Einführung vollelektrischer Radlader ist der letzte große Schritt auf dem Weg zu einer nahezu vollständig CO2-neutralen Produktion von Sand und Kies am Standort Zurow. Entsprechend hoch ist die strategische Bedeutung des Projekts. Innerhalb der Unternehmensgruppe übernimmt der Standort damit eine Vorreiterrolle. Auch im internationalen Vergleich hat das Projekt Modellcharakter. Ziel ist es, die gewonnenen Erfahrungen perspektivisch auf weitere Standorte zu übertragen.

Kontinuierliche Verbesserung als Teil der Strategie

Neben Zertifikaten für Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement verfügt der Standort Zurow über eine CSC-Zertifizierung (Concrete Sustainability Council) in Gold – ein international anerkanntes Gütesiegel für nachhaltige Baustoffproduktion. Alle Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie von Heidelberg Materials und zeigen, wie Prozesse kontinuierlich verbessert und Effizienzpotenziale systematisch erschlossen werden. Der Einsatz neuer Technologien und die stetige Verbesserung von Kennzahlen sind dabei zentrale Bausteine.

Auch für den Transport vom Werk zum Kunden verfügt Heidelberg Materials Mineralik über umfangreiche Erfahrung mit alternativen Kraftstoffen wie HVO 100. Auf Kundenwunsch können logistische Lösungen angeboten werden, welche die CO2-Emissionen beim Transport zur Baustelle um bis zu 90 % gegenüber herkömmlichen Diesel-Lkw reduzieren. HVO ist ein flüssiger erneuerbarer Kraftstoff, der auf Basis von ölhaltiger Biomasse hergestellt und zu den paraffinischen Dieselkraftstoffen gezählt wird. Die Abkürzung HVO bedeutet Hydrotreated Vegetable Oils („mit Wasserstoff behandelte Pflanzenöle“) *.

*Bundesministerium für Verkehr


Bildunterschriften

Bild 1: Heidelberg Materials Mineralik hat am Standort Zurow in Mecklenburg-Vorpommern seinen Produktionsprozess vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. © Heidelberg Materials AG, Sebastian Engels

Bild 2: Der vollelektrische Radlader des Typs LiuGong 870HE zeigte bereits bei Tests im letzten Jahr vielversprechendes Potenzial für den Einsatz in der Verladung im Kieswerk. © Heidelberg Materials AG, Sebastian Engels

Bild 3: Die schwimmende Photovoltaikanlage mit 2,6 MWp auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar wurde auf einem durch den Abbau entstandenen See installiert © Heidelberg Materials AG, Sebastian Engels

Bild 4: Die elektrischen Radlader zeigen in Leistung und Bedienung ein Niveau vergleichbar mit konventionellen 23-Tonnen-Dieselmaschinen © Heidelberg Materials AG, Sebastian Engels

Leiterin Marketing & Kommunikation Heidelberg Materials Deutschland

Conny Eck

Pressesprecherin Deutschland

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Luftaufnahme eines Kiesabbaubetriebs mit Förderanlagen und einem angrenzenden See in einer ländlichen Umgebung.

Kieswerk Zurow - Erneuerbare Energieversorgung. Heidelberg Materials Mineralik hat am Standort Zurow in Mecklenburg-Vorpommern seinen Produktionsprozess vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt.

Ein grüner Radlader arbeitet auf einem Sand- und Kiesplatz vor einer industriellen Anlage.

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Eine schwimmende Solaranlage auf einem Gewässer in einer grünen Landschaft.

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Zwei große Radlader stehen vor einer industriellen Anlage mit Förderbändern auf einem Baustellengelände.

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