Der Beton mit hoher Rohdichte

Schwerbeton ist ein Beton mit hoher Rohdichte, die durch Verwendung unterschiedlicher Gesteinskörnungen mit hoher Kornrohdichte erreicht wird. Nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 beginnt Schwerbeton ab einer Betonrohdichte von 2,6 kg/dm3.

Natürliche Gesteinskörnungen mit Kornrohdichten von bis zu 4,9 kg/dm3, sind beispielsweise:

  • Baryt
  • Magnetit
  • Hämatit

Künstliche Gesteinskörnungen mit Kornrohdichten von bis zu 7,5 kg/dm3, sind zum Beispiel:

  • Metallschlacken
  • Stahlsand

Einsatzbereiche von Schwerbeton

  • Tresore
  • Bauteile mit erhöhten Schallschutzanforderungen
  • Bauteile, bei denen eine erhöhte Ballastierung erforderlich ist
  • Strahlenschutzbauten

Beim Einsatzgebiet Strahlenschutz spricht man auch von Strahlenschutzbeton.

Mitarbeiter in Schutzkleidung begutachten eine Industrieanlage auf einer Baustelle.
© Steffen Fuchs

Fundamente aus Schwerbeton

In einem Hamburger Chemiewerk wurden vier Großkompressoren standsicher auf Schwerbeton gegründet.

Transport und Verarbeitung

Das zulässige Ladegewicht der Transportfahrzeuge ist zu beachten. Es dürfen aufgrund der hohen Rohdichten nur geringere Mengen gefahren werden. Das Fördern von Schwerbeton auf der Baustelle sollte über Kübel oder Förderbänder erfolgen. Der Einsatz von Betonpumpen kann wegen der geforderten Frischbetonrohdichte problematisch sein. Ein erhöhter Verdichtungsaufwand ist zu beachten. Die Rüttelzeiten und die Rüttelabstände müssen angepasst werden. Vorversuche sind sinnvoll. Fehlstellen im Beton – z.B. im Strahlenschutzbeton – könnten schwerwiegende Folgen haben. So könnte die Wirksamkeit der Abschirmung nicht mehr gewährleistet sein.

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