Verwendete Fasertypen

Faserbeton wird mit Kunststofffasern (Polymerfasern) hergestellt.

Polymerfasern nach DIN EN 14889-2:

  • Klasse Ia: Mikropolymerfasern: < 0,30 mm Durchmesser
  • Klasse Ib: Mikropolymerfasern: < 0,30 mm Durchmesser
  • Klasse II: Makropolymerfasern: > 0,30 mm Durchmesser

Vorteile von Faserbeton

  • Verbessertes Zusammenhaltevermögen
  • Optimierte Frischbetonstabilität unter Druck
  • Erhöhte Grünstandfestigkeit
  • Reduzierte Schrumpfrissbildung
  • Erhöhte Stoß-/Schlagzähigkeit
  • Verhindert Abplatzungen im Brandfall
  • Nachrisszugfestigkeit (nur bei Makrofasern)

Bei bestimmten Bauteilen kann durch die Zugabe von Fasern sogar die herkömmliche Bewehrung ersetzt werden. Nach den Anforderungen an die Bauteile wird Faserbeton im Transportbetonwerk den jeweiligen Situations- und Konstruktionskriterien entsprechend in der gewünschten Verarbeitungskonsistenz hergestellt. Er lässt sich bei angepasster Betonsorte problemlos pumpen, verdichten und nachbehandeln.

Einsatzbereiche von Faserbeton

  • Mit Mikropolymerfasern: Tunnelinnenschalen, Betonleitwände, Parkdecks
  • Mit Makropolymerfasern: Industrieböden, Bodenplatten, Landwirtschaftsbau (z.B. Gärfutterflachsilos), Verkehrsflächen
© Christian Buck

Straßenkreuzung aus Faserbeton

Im Landkreis Böblingen wurde die erste große Kreuzung mit Beton erneuert. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung mit viel LKW-Verkehr bot sich die Betonbauweise an.

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